Dies war ein äußerst angenehmer Tagesausflug nach Kamakura und Enoshima, wobei das Highlight der Reise die gut organisierte Zeitplanung war, die es den Teilnehmern ermöglichte, den lokalen Charme in Ruhe zu erleben. Am Morgen warteten wir am Ausgang des Bahnhofs Tokio (M1) auf den Reiseleiter. Sehr aufmerksam wurden am Abend vor der Abreise Reiseinformationen und der Wartebereich mitgeteilt, und unterwegs wurden die Besonderheiten der Orte erläutert. Die Tour vermied bewusst ein hektisches Besichtigungsprogramm und ließ genügend flexible Zeit. Ob man im Zug auf die Shonan-Küste blickt oder am Bahnsteig des Bahnhofs Gokurakuji im Wind auf den Zug wartet, dieser "langsame" Rhythmus fängt erst die alltägliche Seite von Kamakura ein. Die Enoden-Linie war sozusagen die Seele dieses Erlebnisses. Die Fahrt mit der grünen Retro-Bahn zwischen Wohnhäusern und Küstenlinie machte jede Szene außerhalb des Fensters zu einem Filmbild. Die Tour nutzte den lockeren Charakter der Straßenbahn voll aus und behandelte sie nicht nur als Transportmittel, was sehr gut gemacht war. Besonders angenehm waren die Aufenthalte an den verschiedenen Orten entlang der Strecke: · Shonan-Küste: Es gab genügend Zeit, am Straßenrand zu stehen und den Surfern und dem glitzernden Meer zuzusehen und die klassische japanische Sommeratmosphäre zu genießen. · Enoshima: Es wird empfohlen, auf eigene Kosten ein Ticket für den Aufzug (3 Sätze) zu kaufen, um auf den Berg zu fahren (was viel Zeit und Mühe spart). Unterwegs können Sie verschiedene Schreine besuchen und zu Mittagessen Baby-Sardinen und Meeresschnecken genießen. Wenn Sie langsam bergab gehen, haben Sie genügend Zeit, die kleinen Läden zwischen den Stufen zu erkunden oder auf der Aussichtsplattform ruhig die Lichtverhältnisse zu beobachten, eine Tasse Kaffee zu trinken oder eine Schüssel Azuki-Bohnensuppe zu essen. Mit diesem Rhythmus konnten wir das Meer, die Straßenbahn, die alten Tempel und die Menschlichkeit von Kamakura tief in unser Herz aufnehmen. Obwohl das Wetter etwas enttäuschend war und wir den Berg Fuji nicht klar sehen konnten, würden wir gerne mit dem gleichen Tempo wiederkommen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.